
Ganz offensichtlich möchten viele Menschen wissen, wie man die eigenen Widerstandskräfte stärken kann, denn über 50 Leute folgten der Einladung zum Vortrag über dieses Thema vom 10. Januar 2023. Rita Schwarzenberger, Mitarbeiterin Pflege am Hospiz Zentralschweiz und ChiGong-Lehrerin zeigte einige Übungen, die gut in den Alltag integriert werden können und alle machten sofort mit. Erstaunlich, wie der Körper stärker oder schwächer ist, je nachdem auf was die Aufmerksamkeit gerichtet ist. Nur schon der Gedanke, mit dem Boden verwurzelt zu sein, lässt einen sehr viel stabiler stehen.
Psychologin Marie-Theres Habermacher, bis vor kurzem Spiritual Care im Hospiz Zentralschweiz, zeigte auf, dass Resilienz (Widerstandskraft) nicht angeboren ist, sondern dass diese im Lauf des Lebens erlernt wird, wir diese also stärken können. Dies bedeutet: Raus aus der Opferhaltung, stattdessen Verantwortung übernehmen für das eigene Leben und Handeln. Unser Selbstvertrauen hilft, genug Stärke für die Lösung in uns zu haben. Dazu gehört auch, um Hilfe bitten zu können, denn soziale Kontakte, emotionale Bindungen und stabile Beziehungen sind ein wichtiger Grundpfeiler gelebter Resilienz.
Die Teilnehmer haben an diesem Abend gelernt, die Hoffnung stärker in den Blick zu nehmen als die Angst. Denn Optimismus als grundlegende Haltung und Lebenseinstellung ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Selbstheilungskräfte nutzen zu können.
Die Idee der Pflanzenzirkel ist, dass sich Kräuter-Interessierte vier Mal pro Jahr treffen, gemeinsam Kräuter sammeln und etwas herstellen. Im Winter geniessen wir auch mal einen Vortrag, da dann weniger Kräuter in der Natur zu finden sind. Jeweils abwechslungsweise zwei bis drei Personen des Zirkels bereiten den Abend vor. Jede/r kann mitmachen und kann auch einen Beitrag leisten. Parallel tauschen sich die Teilnehmer in der Whatsapp-Gruppe «Entlebucher Pflanzenzirkel» darüber aus, was sie gerade aus Kräutern herstellen und geben einander Rezepte und Tipps weiter.