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Grossmutters Hausmittel gegen Atemwegs-Infekte

Bekanntermassen haben Atemwegs-Infekte wegen Viren nicht bei jedem Menschen den gleich schweren Verlauf. Der Schluss liegt nahe, dass ein gestärktes Immunsystem gegenüber Krankheitserregern besser gewappnet ist.

Wie können wir also unser Immunsystem unterstützen? Vereinsmitglieder haben für dich ein paar Tipps zusammengestellt, die rasch, kostengünstig und rezeptfrei umgesetzt werden können. «Grossmutters Tipps» übersichtlich zusammengefasst und mit einem «Tagesübersichtsplan» findest du auf unserem Merkblatt.

Wichtig! Unsere Tipps ersetzen keine ärztliche Konsultation. Bei allfälligem Bedarf wende dich an deinen Hausarzt. Die Hausmittel können in jedem Fall auch unterstützend angewendet werden.

Allgemeine Stärkung des Immunsystems:Bei einem Atemwegs-Infekt:
Gewinne Vertrauen in deine Selbstheilung, denn Angst schwächt den Körper. Achte darauf, Beziehungen zu pflegen und Dinge zu konsumieren, die dir guttun und positive Gefühle hinterlassen (auch in Bezug auf Medien).
Frische Luft, Bewegung und Sonne:
Geniesse täglich mindestens einen halbstündigen Spaziergang, am besten bei Sonnenschein. Auch die Füsse sollten regelmässig ein Sonnenbad kriegen.
Auch krank sollest du täglich mehrmals kurz frische Luft und ein Sonnenbad geniessen. Aber aufgepasst, dass du dich dabei nicht verkühlst!
Stress abbauen, genügend Schlaf:
Achte darauf, dass dein Körper sich nachts genügend lang am Stück erholen kann (mind. 8 h am Stück). Dauerstress schwächt, deshalb braucht es zwischen den Phasen der Aktivität stets solche der Entspannung. Singen und summen, aber auch bewusstes Atmen und Entspannungsübungen stärken den Körper.
Dein Körper braucht Gelegenheit, sich dem Kampf gegen die Viren zu widmen. Gönne ihm deshalb Bettruhe.
Vitamine und Mineralstoffe:
Achte auf eine gesunde und ausgewogene pflanzenbasierte Ernährung um genügend Vitamine und Mineralstoffe zu dir zu nehmen. Besonders im Winter sollte man bewusst Sonnenlicht geniessen, um den Vitamin-D-Spiegel zu erhalten. Frische Früchte und Gemüse sind in dieser Jahreszeit ebenfalls besonders wichtig.
Die Drogerie Schüphfeim empfiehlt, Vitamin C, D und Zink vorbeugend als Kur einzunehmen, im Krankheitsfall mit einer höheren Dosis. Lass dich in einer Apotheke oder Drogerie beraten.
Genügend trinken:
Die Mindestmenge variiert je nach Alter, Grösse und Gewicht, Bewegung usw. Faustregel: Pro Kg Körpergewicht 26 ml, also bei einer ca. 70 kg schweren Person fast 2 Liter.
Quelle: Hirslanden-Klinik Tipp: Der Urin sollte stets hell sein.
Bei einer Erkrankung solltest du alle 15 Minuten einen Schluck trinken, idealerweise warme Getränke
Heisses und kaltes Wasser:
Regelmässiges Kneippen und Saunagänge stärken den Körper. Wechselduschen warm-kalt kann jeder zuhause machen, dabei stets mit einer kalten Dusche aufhören.
Beim Anfang von Beschwerden kann ein temperatur-ansteigendes Bad bis 41 Grad mit anschliessender Bettruhe, 2 Bettflaschen und heissem Lindenblütentee helfen.
Ingwer-Shot
Unsere Grossmütter hier in Europa kannten den Ingwer wohl noch nicht, jedoch in Asien wird dieser seit Jahrtausenden vorbeugend und als Heilmittel genutzt.
Daniela verrät euch ihr Rezept für den täglichen Shot (20cl).
zusätzlich bei den allerersten Anzeichen eines Infektes:Wichtig: handle sofort bei den ersten Anzeichen, warte nicht, bis die Symtome stark sind!
Manchmal kann man seinen Gesundheitszustand während einer Erkrankung selber nicht mehr einschätzen und es braucht jemanden, der dich umsorgt und auf dich achtet. Wenn du alleine lebst, informiere und organisiere nahestehende Personen zur Unterstützung.
Gurgeln:
Die Flüssigkeit kann gut selbst hergestellt werden:
> Kochsalzlösung: 18 g Salz pro Liter Wasser, 2 Minuten lang kochen, Salz möglichst ohne Jod und Fluor
> Zitronenmelissentee: Frische oder trockene Melisse mit kochendem Wasser übergiessen, 5 Minuten ziehen lassen
> Salbeitee: wie Zitronenmelissentee zubereiten, allenfalls mit Honig und/oder Zitronensaft ergänzen. Salbei ist sehr wirkungsvoll, sollte bei gleichzeitiger homöopathischer Behandlung jedoch vermieden werden.
Bei Kontakt mit einer an Atemwegs-erkrankten Person sollte alle 2 Stunden während 45 Sekunden gegurgelt werden, die Flüssigkeit danach ausspucken. Nach Auftreten von Symptomen damit weiterfahren, dies senkt die Virenlast im Rachen.
Inhalieren:
Dies wirkt wohltuend, hält die Schleimhäute feucht und löst verstopfte Nasen. Zum Inhalieren eignet sich ein Sud mit Kräutern wie Salbei, Thymian, Schlüsselblumen, Spitzwegerich, Zitronenmelisse, Huflattch. Salzwasser wäre auch sehr gut, jedoch braucht es dazu ein Inhaliergerät, da das Salz in der Pfanne nicht verdampft. Falls du keine Kräuter zur Hand hast, geht auch einfach nur Wasser.
Bei Kontakt mit einer an Atemwegs-erkrankten Person oder nach einem positiven Test: zweimal täglich während 10 Minuten, je heisser desto besser, aber aufgepasst, dass du dich nicht verbrennst.
Zwiebelhonig gegen Husten:
schneide eine Zwiebel in kleine Stücke, fülle sie in ein Glas mit Deckel und übergiesse sie mit Bienenhonig. Den Saft nach 12 Stunden absieben, der Jus lässt ist im Kühlschrank gut haltbar.
3x täglich einen Kaffeelöffel Zwiebelhonig einnehmen.
Zwiebel und Nasendusche bei verstopfter Nase:
Das Salzwasser (siehe Gurgeln) 1:1 verdünnt, also 0.9% Salz pro Liter kann als Nasendusche oder Nasenspray verwendet werden.
Nachtsüber eine halbierte Zwiebel neben dem Bett hilft bei verstopfter Nase, die Zwiebel wirkt auch antiviral.
Wickel bei Husten oder Schmerzen in der Brust:
Kartoffel-Zwiebel-Wickel: gekochte, heisse Kartoffeln und frische geschnittene Zwiebeln in ein Kompressetuch oder Haushaltspapier wickeln, zerdrücken.
Brustkompresse mit Thymiantee: 2 TL Thymian in 5 dl siedendes Wasser geben und 5 Min. ziehen lassen. Auf Kompressetuch giessen.
Wickel, resp. Kompresse auf die Brust legen, mit engem Leibchen oder zerschnittenem Strumpf am Körper befestigen und mit einer Bettflasche warmhalten. Vorsicht, dass du dich am Anfang nicht verbrennst.
Ätherische Öle mit antiviraler Wirkung:
z.B. Thymian, Eukalyptus oder bei Kindern Lavendelöl können über einen Luftbefeuchter verdampft werden.
Für Erwachsene sind auch Kapseln zum Einnehmen erhältlich.
Homöopathie: Passende Mittel werden aufgrund einer individuellen Anamnese gefunden – kontaktiere eine entsprechende Fachperson.Homöopathin Svenja Alessandri von Schüpfheim hat für dich einige Infos zusammengestellt
Bei Geschmacksverlust: Mische etwas Apfelessig mit wenig Wasser und Honig. Trinke davon am Morgen vor dem Frühstück und dann mehrmals täglich. Lass dabei den Schluck jeweils im Mundraum etwas «herumwandern».

«Grossmutters Tipps» übersichtlich zusammengefasst und mit einem «Tagesübersichtsplan» findest du auf unserem Merkblatt.
Eine Vielzahl weiterer Tipps findest du in der Broschüre
Covid-19 vorbeugen und behandeln – ein integrativer Ansatz.

Warnsignale: anhaltendes Fieber, starker Appetitverlust, allenfalls verbunden mit Erbrechen/Durchfall sind nach unserer Erfahrung Warnzeichen und können schnell zu einer starken Schwächung des Körpers führen. Warte nicht zu lange, kontaktiere deinen Hausarzt lieber früher als später.

Genesene Vereinsmitglieder sind für dich da
Bist du zurzeit an Covid-19 erkrankt? Du kannst uns kontaktieren via gesundheit@freiraum-entlebuch.ch. Gerne wird sich jemand, der die Krankheit bereits überwunden hat, bei dir melden und du darfst alle Fragen stellen, die dich beschäftigen. Wir freuen uns über deine Nachricht und ergänzen auch gerne weitere Tipps auf der Webseite.


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